IP-Anonymisierung

„Pretty Links“ kann die IP-Adressen Ihrer Besucher automatisch anonymisieren, bevor sie in Ihre Datenbank geschrieben werden, und hilft Ihnen so dabei, Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO (Europa) und den CCPA (Kalifornien) einzuhalten.

Diese Einstellung finden Sie unter Dashboard > Pretty Links > Optionen > Berichterstellung.

Was Anonymisierung bewirkt

Wenn die IP-Anonymisierung aktiviert ist, setzt Pretty Links den letzten Teil der IP-Adresse jedes Besuchers auf Nullen, bevor diese gespeichert wird.

  • IPv4 Adressen haben ihre letztes Oktett auf Null gesetzt, wobei die ersten drei Oktette beibehalten werden (eine /24-Maske). Also 203.0.113.42 wird 203.0.113.0.
  • IPv6 Adressen haben ihre die letzten 80 Bits auf Null gesetzt, wobei die ersten 48 Bits beibehalten werden (eine /48-Maske). Also 2001:db8:1234:5678:abcd:ef01:2345:6789 wird ungefähr 2001:db8:1234:0:0:0:0:0.

Nach der Speicherung ist die ursprüngliche vollständige IP-Adresse nicht mehr vorhanden – Pretty Links hat nach dem Zeitpunkt der Anonymisierung keinerlei Aufzeichnungen mehr darüber.

Warum es wichtig ist

Gemäß der DSGVO gelten IP-Adressen als personenbezogene Daten. Ihre Speicherung ohne Einwilligung oder eine klare Rechtsgrundlage kann Sie einem Compliance-Risiko aussetzen. Der CCPA hat ähnliche Auswirkungen für Einwohner Kaliforniens.

Anonymisierte IP-Adressen gelten im Allgemeinen als nicht personenbezogene Daten, da sie keinen bestimmten Haushalt mehr identifizieren – sie lassen höchstens Rückschlüsse auf ein Stadtviertel zu. Dadurch ist ihre Speicherung und Auswertung wesentlich sicherer.

Wenn sich Ihre Besucher in Ländern mit strengen Vorschriften befinden und Sie keinen triftigen Grund haben, vollständige IP-Adressen zu speichern, sollten Sie die Anonymisierung aktivieren.

Abwägungen

Durch die Anonymisierung bleiben die meisten Vorteile der IP-Nachverfolgung erhalten, allerdings geht dabei ein Teil der Genauigkeit verloren:

  • Ländererkennung — Das trifft nach wie vor zu. Die ersten drei Oktette einer IPv4-Adresse geben zuverlässig Aufschluss über das Land;
  • Regionserkennung — Größtenteils korrekt. Die Region (Bundesland/Provinz) bleibt in der Regel erhalten;
  • Stadterkennung — Weniger zuverlässig. Städte nutzen häufig IP-Bereiche, die sich über mehrere Gemeinden erstrecken, und das Zurücksetzen des letzten Oktetts auf Null kann die Grenzen verwischen;
  • Identifizierung einzelner Besucher anhand ihrer IP-Adresse — Weitgehend verloren. Viele echte Besucher nutzen dieselbe anonymisierte IP-Adresse. (Pretty Links verwendet ein separates Cookie zur Erfassung eindeutiger Besucher, daher stellt dies in der Regel kein Problem dar – siehe Erläuterungen zu Cookies.);
  • Filterung nach IP-Adresse — Es funktioniert zwar weiterhin, aber jede anonymisierte IP-Adresse steht nun für bis zu 256 echte Nutzer, sodass das Sperren einer anonymisierten IP-Adresse schwerwiegendere Folgen hat als das Sperren einer vollständigen IP-Adresse.

Für die meisten Websites lohnt sich dieser Kompromiss: Sie behalten nützliche Länder- und Regionsdaten, erfassen die Anzahl der eindeutigen Besucher mithilfe von Cookies und verringern gleichzeitig Ihre Datenschutzrisiken erheblich.

Wann sollte die Anonymisierung deaktiviert werden?

Manche Websites haben einen berechtigten Grund, vollständige IP-Adressen zu speichern – beispielsweise zur Betrugsaufdeckung, zur Überwachung von Missbrauch oder für Sicherheitsuntersuchungen. Wenn Sie über eine dokumentierte Rechtsgrundlage (wie beispielsweise ein berechtigtes Interesse gemäß DSGVO) und eine veröffentlichte Datenschutzerklärung verfügen, können Sie die Anonymisierung deaktivieren.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, anonymisieren Sie die Daten. Das ist die sicherere Standardvorgehensweise, und der Verlust an Details ist gering.

Die Anonymisierung erfolgt vor der Speicherung

Pretty Links anonymisiert IP-Adressen vor indem Sie diese in Ihre Datenbank schreiben – nicht erst danach. Das bedeutet: Selbst wenn jemand Zugriff auf Ihre Rohdatenbank erhält, wird er dort keine nicht anonymisierten IP-Adressen finden.

Warnung: Alte Daten lassen sich nachträglich nicht mehr “de-anonymisieren”. Sobald ein Klick mit einer auf Null gesetzten IP-Adresse gespeichert wurde, ist das Original für immer verloren.

Kombination mit anderen Datenschutzfunktionen

Um den Datenschutz umfassender zu gestalten, kombinieren Sie die IP-Anonymisierung mit:

  • Einfacher Tracking-Modus — Es werden nur die Aufrufe gezählt, es gibt keinerlei Daten pro Klick. Siehe Klick-Tracking-Modi;
  • Cookie-Einstellungen — Siehe Erläuterungen zu Cookies was Pretty Links festlegt und warum;
  • Eine klare Datenschutzerklärung — Teilen Sie Ihren Besuchern mit, welche Daten Sie erheben und warum.
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